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Eine klare Angelegenheit

07.02.2012 | Von: Thomas Stecher
Kategorie: 2. Mannschaft Herren

Die zweite Mannschaft von Post Mühlhausen gewinnt Derby in der Tischtennis-Oberliga beim SSV Schlotheim mit 9:2. Gastgeber ziehen sich trotz der Deutlichkeit gut aus der Affäre. Postler lassen Spitzenreiter Jena nicht aus den Augen.

Schlotheim. Die Stimmung in beiden Lagern war vor der Partie locker, fast schon ausgelassen. Nur selten sah man Norwin Koch, den Abteilungsleiter der Schlotheimer, derart entspannt die Formalitäten mit dem stets gewissenhaften Oberschiedsrichter Steffen Wiegand erledigen. Mühlhausens Coach Alexander Schieke und Sandijs Vasiljevs waren auf der Bank zu Scherzen aufgelegt. Zu eindeutig waren bereits vor dem ersten Aufschlag die Kräfteverhältnisse verteilt. Die Reserve des Post SV Mühlhausen war als Tabellenzweiter der Tischtennis-Oberliga und hoher Favorit in die Seilerstadt gereist. „Jeder Punkt wäre für uns schon ein Erfolg“, so Norwin Koch ohne Groll.

Dieser Umstand schien auch dem sonst zahlreicher vertretenen Heim-Publikum nicht verborgen geblieben zu sein. Nur wenige Zuschauer wohnten dem selten spannenden, jedoch gutklassigen Derby bei – die Abwesenden verpassten einiges.

Die Anfangsphase wurde von den beiden Spitzendoppeln geprägt. Für die Gastgeber legte die starke Kombination Novotny/Papcun die Schwächen des Duetts Theissmann/Schieke offen. Am Nachbartisch kassierten Priebe/Lenc von Vainula/Vasiljevs das 1:1. Die weitere Richtung gab dann bereits das dritte Doppel vor. Koch/Piekarek mussten sich Reim/Cirulis beugen – die Gäste führten 2:1. In den Einzeln zeigte Mühlhausen dann endgültig seine Überlegenheit. Marek Novotny konnte den seit Wochen in bestechender Form spielenden Vallot Vainula mit Tempohärte nur wenig beeindrucken, und Milan Papcun verpasste es, gegen Thomas Theissmann die Überraschung der Hinrunde zu wiederholen. Lars Priebe blieb im Duell der einstigen Teamkameraden gegen Alexander Schieke leider etwas blass, während der oft unterschätzte Tomasz Piekarek den erfahrenen Letten Sandijs Vasiljevs ordentlich forderte, eines seiner besten Spiele im SSV-Trikot ablieferte. Dass es letztlich nicht zum zweiten Punkt für Schlotheim reichte, lag einzig an der taktischen Flexibilität des lettischen Rekordmeisters.

Ihre stärkste Phase hatten die Hausherren im unteren Drittel. Thomas Koch rang Christian Reim mit sehenswerten Abwehraktionen in drei engen Sätzen nieder, der routinierte Tscheche David Lenc brachte sich gegen Janis Cirulis in eine aussichtsreiche Position. Doch der Postler hatte im fünften Durchgang mit etwas Glück die Nase vorn. Das 7:2 für Mühlhausen sprach eine deutliche Pausen-Sprache. Novotny und Papcun konnten gegen Theissmann und Vainula den Lauf der Dinge nicht mehr aufhalten. „Ich denke, dass das 9:2 schon so in Ordnung geht, auch wenn Schlotheim gut gegengehalten hat“, konstatierte Schieke den gefestigten zweiten Rang hinter Primus Schott Jena.

Die Ergebnisse im Detail>>

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