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Alles wieder in eigenen Händen

30.01.2012 | Von: Alexander Schieke
Kategorie: 2. Mannschaft Herren

Post-Reserve punktet auch in Mittelbuchen doppelt. Jens Schneider holt seinen ersten Einzelsieg in der Oberliga. Jena patzt in Langenselbold.

Mittelbuchen. Wie schon in der Hinrunde musste die Mannschaft gegen den SV Mittelbuchen auf Sandijs Vasiljevs, den vielfachen lettischen Meister, verzichten und wie in der Hinrunde konnte sie das Fehlen sehr gut kompensieren. „Ich bin froh und erleichtert, dass wir das Spiel auch ohne Sandijs gewonnen haben, denn er ist so wertvoll für die Mannschaft und eigentlich nicht zu ersetzen“, äußerte sich Vallot Vainula nach dem verwandelten Matchball seines Teamkollegen Janis Cirulis zum 9:4-Sieg. Großes Lob vom estnischen Meister erntete aber auch der kurzfristig eingesprungene Jens Schneider, der in seinem zweiten Oberligaeinsatz den ersten Sieg bejubeln durfte: „Jens ist cool geblieben, hat keine Nerven gezeigt, die taktische Marschroute exakt umgesetzt und letztlich verdient gewonnen. Ich freue mich für ihn.“

Zu Beginn der Partie gab es allerdings noch keinen Grund für Jubelorgien, denn der Start verlief mit 1:2 mäßig. Während die Spitzendoppel beider Teams jeweils souveräne 3:0-Siege einfuhren, mussten Cirulis/Reim gegen Beller/Geyer in den Entscheidungssatz. Den Postlern wurde aber letztlich ihre magere Chancenverwertung, die sie bereits den zweiten Satz gekostet hatte, zum Verhängnis (2:3). In den Einzeln drehten die Müntzerstädter dann aber richtig auf und legten eine fast perfekte Vorstellung hin. Vainula demontierte den gefährlichen Soucek in drei schnellen Sätzen nach allen Regeln der Kunst und Theissmann holte gegen einen sehr stark aufspielenden Nuri die erste Führung (3:1). Cirulis beschäftigte Egner immer wieder mit cleveren Tempowechseln und kontrollierte das Geschehen jederzeit (3:0). Schieke sicherte durch ein erkämpftes 3:1 über den Konter- und Blockspezialisten Beller bereits zu diesem Zeitpunkt die Halbzeitführung.

Dann schließlich schlug die große Stunde von Jens Schneider. Nach verlorenem ersten Satz hatte er die anfängliche Nervosität endlich abgelegt und mit jedem gewonnenen Punkt wuchs auch das Selbstvertrauen. Schließlich erspielte sich der trainingsfleißige Schneider bei 2:1-Satzführung vier Matchbälle, bereits den ersten konnte er unter dem Beifall seiner Teamkollegen verwandeln.

Einen makellosen Abschluss fand die erste Einzelrunde aber dennoch nicht, denn Christian Reim, in den letzten Wochen in sehr guter Verfassung, wirkte müde, agierte zudem glücklos und hatte letztlich gegen Dieser mit 1:3 das Nachsehen.

Theissmann hatte den unberechenbaren Soucek zunächst relativ locker im Griff, musste aber nach dessen nicht mehr für möglich gehaltener Leistungssteigerung noch in den Entscheidungssatz. Diesen dominierte er aber von Beginn an und holte mit einem 11:5 das wichtige 7:3. Vainula musste anschließend etwas überraschend seine erste Rückrundenniederlage hinnehmen, als er Nuri mit 1:3 unterlag. Zwei weitere Siege von Schieke (3:0) und Cirulis (3:2) bescherten Mühlhausen dann aber den verdienten Sieg und die maximale Punkteausbeute am ersten Doppelspieltag der Rückrunde.

Diese blieb dem SV Schott Jena, bislang verlustpunktfreier Spitzenreiter der Oberliga, gegen in Bestbesetzung antretende Langenselbolder verwehrt. Mit 4:9 setzte es eine herbe Klatsche für die Universitätsstädter, die keines von vier Fünfsatzduellen für sich entscheiden konnten. Der Post SV hat den Gewinn der Meisterschaft nun wieder in eigener Hand, muss aber noch gegen Langenselbold und Jena antreten, die aufgrund des besseren Spielverhältnisses nach wie vor der heißeste Titelanwärter sind.

Die Ergebnisse im Detail>>

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